Nun hat Facebook noch gar nicht mobile Werbeformate im Angebot, aber eine Warnung aus dem Börsenprospekt gilt für alle werbefinanzierten Online-Angebote, die dank  Desktop-Nutzung groß geworden sind. Man muss hier nur Facebook durch Gawker oder Huffingtonpost ersetzen:

“If users continue to increasingly access Facebook mobile products as a substitute for access through personal computers, and if we are unable to successfully implement monetization strategies for our mobile users, our revenue and financial results may be negatively affected.”

Wie groß das Missverhältnis tatsächlich ist, wissen nur die betroffenen Unternehmen, wenn sie die Entwicklung ihre Mobil-Zugriffe und Mobil-Umsätze vergleichen. Aber wenn man  Umsatz-Zahlen vom US-Onlinewerbeverband IAB und Statcounter-Daten zu Mobilabrufen vergleicht, zeigt sich:

  • die Mobil-Umsatzanteile (5% in 2011) sind nicht so hoch wie die Mobil-Nutzunganteile (7,28% in 2011)
  • die Bedeutung von Banner- und Display-Werbung sinkt auf dem US-Markt (23% des Onlinewerbeumsatzes 2010 auf 22% von 2011)
  • Google gewinnt (45% des Onlinewerbeumsatzes 2010 auf 47% 2011 – Suchmaschinenwerbung ist nahezu vollständig Google-Umsatz).
Anteil Mobilgeräte / Internet TrafficAnteil Mobilwerbung an US-Onlinewerbung (%)Anteil Bannerwerbung (%)Anteil Suchmaschinen
Q4/20117,3462246
Q4/20105,7532443
20117,2852247
20104,1232345
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Die Freuden des deutschen Mehrwersteuerrechts veranschaulicht das Deliphariumurteil des Bundesfinanzhofs von 1988 wunderbar (X R 20/82). Mit gefällt die Dialektik des “Delphinariums als Tiergarten”, das kein zoologischer Garten ist. Macht dann 19 Prozent Mehrwertsteuer.

1. Betreibt ein Unternehmer in eigener Regie auf dem Gelände eines von einem anderen Unternehmer geführten zoologischen Gartens in einem festen Gebäude ein sogenanntes Delphinarium, in dem sich nur dressierte Delphine und Seelöwen befinden, so sind die hieraus erzielten Umsätze nicht solche eines zoologischen Gartens oder eines Tierparks. Die Leistungen sind auch nicht als Zirkusvorführungen oder als solche aus der Tätigkeit eines Schaustellers zu beurteilen.

2. Bescheinigt die zuständige Landesbehörde einem privaten Unternehmer, daß ein von ihm betriebenes sogenanntes Delphinarium „als Tiergarten” die gleichen kulturellen Aufgaben erfüllt wie die von Gebietskörperschaften geführten Tiergärten, so dürfen die Finanzbehörden gleichwohl die Steuerfreiheit der Umsätze mit der Begründung versagen, das Delphinarium sei weder ein zoologischer Garten noch ein Tierpark.

Wenn ich Bücher auf USB-Sticks im Speckmantel zum Außer-Haus-Verzehr verkaufen würde, was wäre der korrekte Mehrwertsteuersatz?

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Soziologe Armin Nassehi in der Süddeutschen Zeitung über München und Gelsenkirchen (er hat in beiden Städten gelebt):

München hat das große Glück, dass es hier keinen industriellen Strukturwandel gibt wie etwa im Ruhrgebiet. Hier mussten keine Industrien abgewickelt werden, und es gab nicht die Kosten, die damit verbunden sind. Gelsenkirchen zum Beispiel sieht aus wie ein schlechtes Gebiss. Da sind lauter Lücken und verrottende Trümmer, das sieht grausam aus.

München erinnere an “dritte Zähne, noch reiner als das Original” sagt er später noch.

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Die Wirtschaftswissenschaftler Nikolai Roussanov und Pavel G. Savor haben Firmenkennzahlen und den Status der CEOs verglichen. Mit interessanten Ergebnissen. Über Kausalitäten sagt das nichts, aber über Korrelationen wie diese:

We find that single CEOs (…) are associated with firms that exhibit higher stock return volatility and pursue more aggressive investment policies. (…) In Table 5, we repeat the same analysis for total stock return volatility, and find that firms run by single CEOs exhibit more volatile returns. This difference is statistically (t-stat=2.30 in Column 4) and economically meaningful, suggesting about a 3% difference.

Paper, via Economist.

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Beim ersten Gitarrenakkord wacht Jürgen auf. Es hallt vom Parkplatz auch zu gut hoch in den dritten Stück. Da unten spielt sich einer warm. Erna dreht sich weg, schnarcht weiter. Jürgen steht, hinter den Vorhang, schaut vorsichtig hinunter. Nicht entdecken lassen. Unten ein nackter Mann mit Gitarre. Er schaut hoch und ruft zu den drei Akkorden hoch: “Quantenphysik! Quantenphysik! Quantenpsysik!”
Und er zertrümmert die Gitarre auf dem Opel von den Bergs. Der Nackte läuft weg, Jürgen weicht zurück, ins Bett. Erna schmatzt. Er zieht das Kissen über den Kopf. Und doch hört er: “Max Planck!”

Fotografiert von Flickr-Nutzer Universaldilletant – vielen Dank fürs Teilen!

Planck spielt | Dinge auf der Straße.

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