So laut ist Moers & so funktioniert CartoDB

Die Stadt Moers stellt in ihrem Opendata-Portal immer wieder interessante lokale Datensätze zur Verfügung, vor kurzem Messungen des Straßenlärms. Die habe ich visualisiert, als ein kleines Experiment, wie aufwendig das heute ist (die Karte im Vollbild).

Meine Lehren:

  • Es gibt großartige, kostenlose Werkzeuge! Wenn die Daten im passenden Format vorliegen (bei Moers der Fall), ist CartoDB eine große Hilfe. Der Aufwand zum Erstellen interaktiver Karten ist gering – eine Stunde habe ich mit den vorliegenden Shape-Files gebraucht, um die Visualisierung unten zu erstellen. Ich denke, mit Übung kann das jeder.
  • Mühe machen kleine Dinge. Ich habe durch Experimentieren herausgefunden, was eine Projection-File ist und wie ich sie benennen und packen muss, damit CartoDB sie erkennt. Dass in den Daten aus Moers F5170024_HSTR_ISOF_NGT die Nachtmessungen und F5170024_HSTR_ISOF_DEN die Tageswerte sind… Darauf kann man kommen. Aber ein kurzer beschreibender Text zu den Daten würde die Hürde doch etwas senken.
  • Die großartigen, kostenlosen Werkzeuge sind eingeschränkt. CartoDB hat zwei Einschränkungen: Mit dem Gratiskonto kann man mit fünf Tabellen arbeiten, das reicht bestenfalls für zwei, drei Visualisierungen. Die größere Einschränkung: Wer Datensätze mit Bezug auf deutsche Postleitzahlen- oder Verwaltungsgebiete hat, wird sich die Shapefiles anderswo organisieren müssen. Diese Gebiete kennt CartoDB nicht, daher wird es nichts mit dem einfachen Visualisieren von Wahlergebnissen und soziodemographischen Daten in der eigenen Stadt. CartoDB ist da nicht für Deutschland gemacht.
  • Es wird ganz schnell ganz kompliziert. Wenn CartoDB mit den Daten nicht zurechtkommt, stehe ich (und steht jeder Einsteiger) vor einer Lernkurve, die im 90-Grad aufwärts geht. Kurz: vor einer Wand. Ich habe für meinen Mietkosten-Atlas-NRW über Google Fusiontables Shapefiles zu den Postleitzahlgebieten erstellt und in eine Tabelle mit den Datensätzen gepackt. Die akzeptiert CartoDB allerdings nicht – weder als CSV- noch als XLS-Export. Die Fehlermeldung bringt mich nicht weiter („Unable to load data (2001)“) – das war’s vorerst.