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Neues Spielzeug: "Star Wars"-Force und Touch-Zauberwürfel (Spiegel Online, 20.2.2009)

Konrad Lischka
Konrad Lischka
3 minuten gelesen

Neues Spielzeug

"Star Wars"-Force und Touch-Zauberwürfel

Bauklötze zum Aufessen, Pseudo-Telekinese wie in "Star Wars" und die Analogversion der Moorhuhnjagd: Auf der Spielzeugmesse in New York zeigten die Hersteller 7000 neue Zeitvernichter. SPIEGEL ONLINE zeigt die interessantesten..

Spiegel Online, 20.2.2009

Endlich! Endlich gibt es einen Zauberwürfel, der sich auf Knopfdruck selbst farblich ordnet und das Rubik-Martyrium beendet. Diese Plastik-Würfel mit den 54 drehbaren Farbfeldern (6 Seiten mit 9 Feldern) waren die Qual der achtziger Jahre – man musste die einzelnen Elemente des Würfels so lange drehen, bis die neun Felder einer der sechs Farben auch auf einer Seite des Würfels versammelt sind. 


Anders als bei der dieser analogen Version kann man beim neuen, digitalen Zauberwürfel schummeln. Der Hersteller Techno Source hat auf der US-Spielwarenmesse Toy Fair in New York den "Rubik’s TouchCube" vorgestellt. Der neue Zauberwürfel hat 54 leuchtende Farbfelder, einzelne Reihen lassen sich drehen, indem man mit dem Finger darüber streicht – wie bei einem Touchscreen-Telefon. Außerdem ermitteln ein Beschleunigungssensor, welche Seite des Würfels gerade nach oben zeigt, nur bei dieser sind dann die Berührungssensoren aktiviert.

{youtube}waY_evu6D_Y{/youtube}

Wer nicht mehr weiterweiß, kann sich von dem Streichelspielzeug Schritt für Schritt vorführen lassen, wie man das Farbfeldchaos beseitigt. US-Händler sollen das Spielzeug vom Herbst an verkaufen – Techno Source empfiehlt 149 US-Dollar als Verkaufspreis.

Neben dem Streichel-Würfel zeigten die Aussteller in New York 7000 andere neue Spielzeuge – SPIEGEL ONLINE zeigt die interessantesten.

Star-Wars-Pseudotelekinese

Auf der Mobilfunk-Messe in Barcelona haben plötzlich alle Handys
berührungsempfindliche Bildschirme, die US-Spielzeugbranche ist da
etwas weiter: Gedankensteuerung scheint der Trend zu sein. Anfang des
Jahres zeigte der Barbie-Konzern Mattel das Spiel Mindflex,
so eine Art Mini-Basketball per Gedankensteuerung. Ein Stirnband mit
zwei Hirnstromsensoren für die Schläfen kommt um den Kopf, zwei Clips
an die Ohrläppchen. Das Ding misst – so erklärt es Mattel – per
Elektroenzephalografie die Theta-Wellen an der Kopfoberfläche.

Je mehr man sich konzentriert, umso höher steigt der Ball auf dem
runden Spielfeld, das man anstarrt. Dieser Hindernisparcours, so rund
und groß wie ein Suppenteller, hat unter der Oberfläche einen
Ventiltor. Der pustet an den Seiten Luft hoch, was die
tischtenniballgroße Schaumstoffkugel aufsteigen lässt. 

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In New York war neben dem Mindflex auch gleich der erste Konkurrent
zu sehen: Der "Star Wars" Force Trainer des Spielzeugherstellers Uncle
Milton: Das Spiel ist an sich ist etwas weniger abwechslungsreich als
Mindflex: Man muss sich konzentrieren, um einen weißen Ball in einer
Röhre möglichst weit nach oben schweben zu lassen. Wie bei Mindflex
steuern die gemessenen Hirnwellen die Stärke des Luftstroms, der den
Ball nach oben pustet. Pseudotelekinese also.

Anders als beim Mindflex gibt es keinen Hindernisparcours und damit
wohl wenig Abwechslung. Aber dafür dürfte der Force Trainer dank "Star
Wars"-Lizenz wohl schöne Klangeffekte aus den "Krieg der
Sterne"-Filmen. Das Spielzeug soll weniger als 100 Dollar kosten und
wohl noch in diesem Jahr in den Vereinigten Staaten erhältlich sein.

Entenjagd mit Infrarot-Waffen

Das Spiel "Duck Hunter" der US-Firma Interactive Toy Concepts ist
eine analoge Version des Moorhuhn-Spiels: Statt am Computer mit der
Maus Vögel abzuknallen, muss man bei "Duck Hunter" einen
batteriegetriebenen Plastikvogel jagen, der mit den Flügeln schlägt.
Wen man mit der Infrarot-Pistole den Vogel zum ersten Mal erwischt,
hört er kurz auf zu flattern, bei zweiten Treffer genauso, beim dritten
hängen die Flügel nur noch herab.

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In den Vereinigten Staaten kommt soll Duck Hunter in den kommenden Monaten für knapp 40 Dollar zu haben sein.

Bauklötze zum Aufessen

Die Bauklötze des Spielzeugherstellers Cadaco sind bunt wie Lego
aber leicht und knubbelig wie Styropor-Füllmaterial in großen,
zerbrechlichen Warensendungen. Diese EnviroBLOX hält Maisstärke
zusammen – man kann sie also essen, wesentlich mehr Spaß dürfte es aber
machen, daraus Tiere, Häuser und Städte zu bauen. Man muss die
Bauklötze anfeuchten, dann kleben sie aneinander fest.

Auf der Toy Fair in New York stellte Cadaco neue
EnviroBLOX-Packungen – für 20 US-Dollar erhält man 400 Bausteine und
ein paar neue Werkzeuge zum Spachteln und Verformen. Das Beste daran:
Wenn man ein missglücktes Bauwerk gar nicht mehr sehen kann, stellt man
es unter fließendes Wasser – die EnviroBLOX lösen sich dann einfach auf.



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