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Peinliche Prognosen: Wenn Bill Gates daneben liegt (Spiegel Online, 7.6.2007)

Konrad Lischka
Konrad Lischka
1 minuten gelesen

Peinliche Prognosen

Wenn Bill Gates daneben liegt

Niemand braucht Laptops. Spam ist bald kein Problem mehr. Jeder hat in Zukunft einen Haushaltsroboter. Mit solchen Prognosen wagen sich Koryphäen wie Bill Gates und Steve Jobs nach vorn – und liegen voll daneben. Die peinlichsten Prophezeiungen im SPIEGEL-ONLINE-Test.

Spiegel Online, 7.6.2007

Er kann es einfach nicht lassen. Microsoft-Gründer Bill Gates hat wieder einmal die Zukunft vorausgesagt. Seine neueste Prognose: In den kommenden fünf Jahren benutzt kaum jemand unter 50 Jahren noch die Gelben Seiten. So orakelte er Anfang Mai vor Microsofts Top-Werbekunden in Seattle.

Für Menschen über 50 hat Gates, 51, auch eine Vorhersage: Sie werden wohl mit Unterhaltungsrobotern zusammenleben. Wann genau – da will sich Gates aber nicht festlegen. Es sei unmöglich, genau vorherzusagen, welche Anwendungen die Roboter-Industrie antreiben werde. Aber: "Als entscheidend könnten sich Roboter erweisen, die älteren Menschen dienen oder ihnen gar Gesellschaft leisten", schreibt Gates im Magazin "Spektrum der Wissenschaft".
Es wäre nicht das erste Mal, dass Gates mit einer Vorhersage richtig liegt – aber auch nicht das erste Mal, dass er falsch liegt.

Denn mit so einigen Prophezeiungen ist Bill Gates schon reingefallen. Vor drei Jahren sagte er beim Wirtschaftsforum in Davos, Spam werde in zwei Jahren ein Problem der Vergangenheit sein. Wer heute in sein Postfach blickt, weiß: Gates hat geirrt.

Solche Prognose-Pannen hat Gates häufiger. Aber da ist er in guter Gesellschaft von Steve Jobs, seinem Erz-Konkurrenten bei Apple. Raten Sie, wer womit falsch gelegen hat.

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